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Die Reize

Reize der Geschlechter –Flirtbereitschaft sehen

Woran erkenne ich, nachdem ich mir sicher sein kann, vom anderen Geschlecht überwiegend als attraktiv eingestuft zu werden, im Alltag und auf der Piste, ob mein Gegenüber, das mir noch unbekannt ist, an meiner Person Interesse zeigt? Diese Frage geht vielen durch den Kopf. Dies herauszufinden ist keine Kunst. Im Folgenden geht es um nicht-sprachliche Signale von Männern und Frauen, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche verbale Kontaktaufnahme verweisen, weil sie unwillkürlich für Wohlgefallen sprechen. Die genannten Verhaltensweisen müssen unbedingt vom Gegenüber in Kombination gezeigt werden! Ein Phänomen allein spricht noch nicht unbedingt für Wohlgefallen, es kann sich zufällig ereignen.

Dies können allgemeine Aufforderungssignale von Männern und Frauen sein:

Blicke, die immer wieder dieselbe Person treffen, verraten Interesse; nach MOORE (1985): »Darting-Blicke«,
das schnelle Heben der Augenbrauen ist nach GRAMMER et al. (1988) ein Aufforderungszeichen. Es hat die Funktion eines Ausrufezeichens: »Pass auf!«,
Lächeln, welches sich vom alltäglichen, oftmals erzwungenen Lächeln unterscheidet (merkt man intuitiv, z.B. an den gezeigten Krähenfüßchen im Augenbereich),
Hals präsentieren (Halsschlagader wird zum Angriff angeboten, Stichwort: Evolution),
Lippen befeuchten, z.B. durch schnelles Darüberlecken,
einmaliges zeitgleiches Blinzeln beider Augen (verknüpft mit einem Lächeln),
auffälliges, lebendiges, positives Verhalten,
lautes Lachen und raumerfüllende Stimme.
Frauen haben, anders als Männer, ein größeres Inventar an charakteristischer Körpersprache, mit dem sie, generell unbewusst, den Mann zum Ansprechen animieren (BUSS 1998). Spezielle Aufforderungssignale von Frauen sind die folgenden. Je mehr Interesse eine Frau an Ihnen, verehrte Männer, hat, desto mehr Signale aus dieser Liste wird sie Ihnen zeigen (GRAMMER & KRUCK 1991):

Selbstberührungen aller Art, etwa Kleidung glatt streichen und durch die Haare fahren (MOORE 1985),
Verlegenheitsgesten,
Betonung der geschlechtsspezifischen Reize und erogenen Zonen (MOORE 1985),
plötzliche Präsentation des Brustbereichs (z.B. durch Zurückklappen der Schultern und gerades Aufrichten des Rückens),
Beine öffnen,
»Head toss« in Kombination mit einem »hair-flip«. »Ein >head toss< beginnt mit einer schnellen Aufwärtsbewegung des Kopfes nach hinten, so daß das Gesicht nach oben schaut. Die Bewegung dauert kürzer als fünf Sekunden. Danach wird der Kopf wieder in seine Ausgangslage zurückgeführt. Ein hair-flip besteht darin, daß die Frau eine Hand hebt und mit den Fingern durch ihr Haar fährt« (GRAMMER 2002, 305),
Nackenpräsentation (Darbietung der empfindlichen Halsschlagader),
Verschränkung der Arme hinter dem Kopf – betont auch den Brustbereich,
regressive, unterwürfige Körpersprache, welche sich einer dominant-männlichen anpasst, z.B. sich klein und schüchtern geben.
Zusammenfassung: Sollte unser Gegenüber, je nachdem ob Mann oder Frau, die geschlechtstypischen Verhaltensweisen in Kombination zeigen, dann empfehle ich Ihnen einen kontaktstarken Spruch. Manchmal offenbaren fremde Personen direkt nach dem ersten Blickkontakt, der ca. 3 Sekunden andauert, körpersprachliche Verhaltensweisen aus den obigen Listen. Natürlich sind sie dem Sender generell nicht bewusst – aber Ihnen jetzt.

 
ID: 473
eingestellt am: 09.07.2004
Autor: Dr Damm
Status zum lesen: Gast
gelesen: 5158
Webseite: www.dreamcodes.com
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